Glossar

YouTube

 

 

Seit der Gründung im Jahr 2005 hat das Videoportal YouTube sich rasch den Rang des globalen Marktführers erarbeitet. Seit 2006 gehört die YouTube LLC außerdem als Tochtergesellschaft zum Riesenkonzern Google. Bei der Google Suche werden YouTube Inhalte prominent auf den vorderen Rängen angzeigt und sind somit im Rahmen des Video SEO höchst relevant.

Auf YouTube können Nutzer kostenfrei Videoinhalte abspielen. Auch der Upload von Content ist gratis. Dieses Geschäftsmodell hat sich als äußerst lukrativ herausgestellt. YouTube setzt mittlerweile über 15 Milliarden Dollar im Jahr um. Da das Unternehmen an den Videos selbst nichts verdient, werden die Einnahmen grßtenteils über Werbeanzeigen, sogenannte Video Ads generiert.

Auf YouTube publizieren nicht nur private Accounts, sondern auch öffentliche und kommerzielle Anbieter. Im deutschen Sprachraum stellen zum Beispiel Fernsehsender wie ZDF oder ARD, aber auch große Sportvereine wie Bayern München und Borussia Dortmund regelmäßig Video Content zur Verfügung. Dies erstreckt sich auch auf den Rest der Welt. Die Late-Night-Satire Last Week Tonight with John Oliver erzielt beispielsweise mit ihren Hauptsegmenten binnen kurzer Zeit Zuschauerzahlen im Millionenbereich. Dabei können Zuschauer 20 bis 30 Minuten der bei HBO ausgestrahlten Sendung anschauen, ohne dass es Werbeunterbrechungen gibt.

Inzwischen fungiert YouTube für viele Nutzer sogar als inoffizieller Arbeitgeber. Es hat sich sogar ein eigener Berufszweig herausgebildet: der YouTuber. YouTuber stellen regelmäßig, zumeist sogar täglich, Content zu den verschiedensten Themen bereit. Beliebt sind Kanäle zu Popkultur, Bildungsangeboten, Fashion & Beauty oder Fitness. Auch Reisevideos und Let's Plays bringen viele Klicks ein und ermöglichen ihren Produzenten ein unabhängiges Einkommen. Ohnehin offeriert YouTube ein so breites Spektrum an Videos, dass jedes Genre, jede Branche und jede Idee mit ein wenig Know-How zum Hit werden kann. Genauso kann ein Video jedoch trotz optimaler Vorbereitung zu einem Misserfolg werden, obwohl es nur einem kleinen Detail hakt.

Kaum ein Unternehmen kann heutzutage darauf verzichten, Imagefilme, Produktpräsentationen oder kurze Clips auf YouTube zu platzieren. Wer auch bei jüngeren Konsumenten up to date bleiben will, nutzt die größte Videoplattform der Welt, um sich optimal in Szene zu setzen. Im Vorteil liegt jedoch auch ein Nachteil. Unternehmen können nicht nur, sie müssen auf YouTube sichtbar sein, um mitzuhalten. Daraus ergibt sich eine intensive Konkurrenzsituation. Die Konkurrenz ist auch für andere YouTuber stets greifbar. Hat man kein Alleinstellungsmerkmal oder eine sehr treue Community, kann es mitunter sehr schwer sein, sich gegen die Mitbewerber durchzusetzen.

YouTube wird auf unbestimmte Zeit Marktführer bleiben und auch hinsichtlich seiner Bedeutung weiter zunehmen. Das Potenzial scheint grenzenlos, da sich die Videos über soziale Netzwerke und Verlinkungen rasend schnell verbreiten lassen. Die Unternehmenspolitik jedoch steht auch in der Kritik, da gewaltverherrlichende oder pornografische Inhalte manchmal nicht schnell genug entfernt werden und auch gezielte Falschinformationen über das Medium gestreut werden können. Nichtsdestotrotz ist die Präsenz auf YouTube für nahezu jedes Unternehmen ein Pflichteintrag im Portfolio.


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